Ausstellung „Vom Gehen und Ankommen“
Weiterführende Dokumentation des Bessarabiendeutschen Vereins ↗
Damit wurde die Ausstellung mehr als eine historische Rückschau: Sie zeigte, wie sich Migration, Heimatverlust, Begegnung und neue Verbindungen über Generationen hinweg wiederholen und zugleich verändern.
Wenige Tage nach Beginn des russischen Angriffskrieges kam Ludmilla im März 2022 selbst als Geflüchtete ins Ermstal. Schon bald unterstützte sie gemeinsam mit Elena Menshikova und Victoria Mitieva in außergewöhnlichem Umfang die Aufnahme weiterer ukrainischer Familien. Aus eigener Erfahrung des Gehens und Ankommens wurde Hilfe für andere.
Für ERMSTAL HILFT hat dieses Thema auch eine persönliche Geschichte. Ludmilla Lutsanova aus Ismajil war uns lange vor dem Krieg bekannt. Seit 2016 bestanden über Schüler- und Studentenaustauschprojekte mit der Georg-Goldstein-Schule Bad Urach und dem Bessarabiendeutschen Verein enge persönliche Verbindungen.
Ludmilla Lutsanova – vom Ankommen zum Helfen
Die Ausstellung entstand in gemeinsamer Arbeit von ERMSTAL HILFT e. V., der Stadt Bad Urach, dem Bessarabiendeutschen Verein e. V. sowie weiteren Kultur- und Museumspartnern. Sie verband heutige Erfahrungen ukrainischer Geflüchteter im Ermstal, aktuelle Perspektiven aus der Ukraine und die historische Auswanderung aus Württemberg nach Bessarabien.
Ein Gemeinschaftsprojekt über Grenzen hinweg
Diese historischen und heutigen Verbindungen standen im Mittelpunkt der Ausstellung „Vom Gehen und Ankommen – Neue und alte Verflechtungsgeschichten zwischen Ermstal und Ukraine“ im Stadtmuseum Klostermühle in Bad Urach. Die Ausstellung lief vom 31. Mai bis 27. Juli 2025.
Flucht und Ankommen sind keine Erfahrungen unserer Zeit allein. Vor rund 200 Jahren verließen Menschen aus Württemberg ihre Heimat und machten sich auf den Weg nach Bessarabien. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine führt eine erzwungene Bewegung in die entgegengesetzte Richtung: Menschen aus der Ukraine suchen Schutz und eine neue Perspektive im Ermstal.
Zeitraum: Mai 2025
Ort: Bad Urach
Kategorie: Kultur & Begegnung

