Von Odessa nach Metzingen – Sprache, Arbeit und ein neuer Alltag
Nadiia Osenchuk floh aus Odessa in den Landkreis Reutlingen. In Dettingen nutzte sie ehrenamtlichen Deutschunterricht und erreichte das Sprachniveau B2. Anfang 2025 nahm sie am Modellprojekt „VorfahRT“ des Jobcenters teil.
Das Programm setzt auf eine enge persönliche Begleitung statt auf anonyme Vermittlung. Nach wenigen Gesprächen mit den Arbeitsvermittlerinnen fand Osenchuk eine Stelle als Bürokauffrau bei einem Metzinger Naturstein- und Pflasterbaubetrieb. Sie berichtete von einer herzlichen Aufnahme durch ihre neuen Kolleginnen und Kollegen.
Arbeit als wichtiger Schritt der Integration
Der Pressebericht nennt für das Programm eine Vermittlungsquote von mehr als 83 Prozent. Ausschlaggebend seien die häufig gute Ausbildung der ukrainischen Arbeitssuchenden, ihre Motivation und die persönliche Kenntnis durch das Vermittlungsteam.
Dieser Beitrag dokumentiert keine eigene Hilfslieferung von ERMSTALHILFT. Er gehört dennoch als menschliche Entwicklung in das erweiterte Archiv: Die Vereinsarbeit umfasst seit 2022 auch die Unterstützung Geflüchteter beim Ankommen im Ermstal. Nadiias Geschichte zeigt exemplarisch, wie Sprache, ehrenamtliche Begleitung und der Einstieg in Arbeit eine selbstständige Perspektive ermöglichen.
Zugleich blieb die Verbindung zur Ukraine belastend. Nachrichten aus Odessa und die internationale Politik ließen sich aus dem neuen Alltag nicht ausblenden. Integration bedeutete deshalb nicht, die Herkunft und die Sorge um die Heimat hinter sich zu lassen.
Quelle
SÜDWEST PRESSE: „Vom Krieg in der Ukraine geflüchtet“ · 29. August 2025
Der Beitrag wird transparent als Integrationsgeschichte aus dem Umfeld der Hilfe geführt, nicht als eigener Hilfstransport des Vereins.
