
Die Sommercamps von ERMSTALHILFT sind keine gewöhnlichen Ferienfreizeiten. Viele der teilnehmenden Kinder leben als Binnenvertriebene, haben Angehörige verloren oder erleben, dass Eltern und Familienmitglieder im Krieg eingesetzt sind. Für einige Tage dürfen sie den belastenden Alltag hinter sich lassen, mit Gleichaltrigen spielen und neue Zuversicht gewinnen.
Organisiert werden die Camps mit verlässlichen Partnern vor Ort. Von Beginn an gehörten Svetlana Kruk und das Bessarabische Haus zu den tragenden Kräften; 2023 wirkten außerdem Scouts aus Odesa mit. Die Programme verbinden Natur, Sport, Kreativangebote und gemeinschaftliche Erlebnisse. Gleichzeitig sorgen lokale Betreuungskräfte, medizinische Begleitung und eine geregelte Verpflegung für einen geschützten Rahmen.
Die Entwicklung von 2023 bis 2026
Erstes Zeltlager
50 Plätze in zwei Gruppen mit jeweils vier Übernachtungen. Stadtspiel, Feuerwehr- und Polizeitag, Baden, Lagerfeuer und Sport schufen erstmals eine Auszeit vom Kriegsalltag.
Bericht 2023Sommer- und Herbstcamps
210 Kinder aus dem Gebiet Odesa nahmen an den Sommercamps teil. Im Herbst folgte ein zusätzliches Camp. Das Camp wurde zu einer der ersten konkreten Kindermaßnahmen im Umfeld der Solidaritätspartnerschaft Ermstal–Arzys.
Bericht 2024Rund 150 Plätze
Drei jeweils sechstägige Camps im Juni, Juli und August. Bewegung, Waldspiele und gesichertes Klettern stärkten Vertrauen und Zusammenhalt.
Bericht 202560 Kinder, fünf Tage
Ein dokumentiertes und abgerechnetes Freizeitprogramm mit Betreuung, Mahlzeiten, medizinischer Begleitung und Kreativangeboten.
Bericht 2026Warum diese Tage wichtig sind
Schulen und Kindergärten können in der Ukraine vielerorts nur arbeiten, wenn Schutzräume vorhanden sind. Luftalarm, Unterricht im Bunker und die Sorge um Angehörige gehören zum Leben vieler Kinder. Die Camps beenden diese Realität nicht. Sie schaffen aber Momente, in denen Normalität wieder erfahrbar wird: gemeinsam essen, lachen, lernen, spielen und Verantwortung füreinander übernehmen.
Quellen und Dokumentation
Grundlage sind eigene Projektunterlagen und Originalbilder von ERMSTALHILFT, kommunale Unterlagen zur Solidaritätspartnerschaft sowie Berichte des Bessarabiendeutschen Vereins und der regionalen Presse. Personenbezogene Teilnehmernachweise werden nicht veröffentlicht.
