Verbundenheit, die bleibt

Beate Müller-Gemmeke begleitet ERMSTALHILFT über ihr Bundestagsmandat hinaus

Politische Begleitung / Partnerschaft / Schirmherrschaft

Nicht nur darüber sprechen – selbst hinfahren, zuhören und wiederkommen

Beate Müller-Gemmeke mit einer ERMSTALHILFT-Delegation in Mykolajiw
Beate Müller-Gemmeke mit ERMSTALHILFT und ukrainischen Partnern am Community Shelter in Mykolajiw.

Beate Müller-Gemmeke unterstützte ERMSTALHILFT nicht nur mit politischen Worten. Sie reiste wiederholt mit den Delegationen in die Südukraine, besuchte Partner und Hilfsprojekte, sah Zerstörung und schwierige Lebensbedingungen – und blieb der gemeinsamen Arbeit auch nach dem Ende ihrer 16-jährigen Bundestagszeit verbunden.

Oktober 2023: der Beginn einer dauerhaften Verbindung

Die erste gemeinsame Reise führte Beate Müller-Gemmeke im Oktober 2023 zusammen mit Michael Donth und ERMSTALHILFT nach Mykolajiw, Perwomaisk, Odessa, Arzys, Sarata und Tarutino. Schulen, medizinische Einrichtungen, Feuerwehren, Verwaltungen, Verteilstellen und das Community Shelter machten sichtbar, wie eng humanitäre Hilfe, persönliche Kontakte und politische Aufmerksamkeit zusammengehören.

Zur gemeinsamen Reise mit Michael Donth

Fünf Reisen: aus einem Besuch wird Verlässlichkeit

Aus der gemeinsamen Reise im Oktober 2023 wurde Kontinuität. Beate Müller-Gemmeke begleitete ERMSTALHILFT immer wieder auf den Frühjahrs- und Herbsttouren. Im Frühjahr 2025 berichtete sie von ihrer vierten Reise. Im Herbst 2025 folgte ihre fünfte Reise – nun nicht mehr als Bundestagsabgeordnete, sondern aus persönlicher Überzeugung als Teil der ERMSTALHILFT-Gruppe.

Oktober 2023Erste Reise, gemeinsam mit Michael Donth: politische Aufmerksamkeit trifft auf praktische Hilfe.
Frühjahr 2024Zweite Reise: Wiedersehen mit Partnern, Kontrolle der Hilfswege und neue Bedarfe.
Herbst 2024Dritte Reise: Gespräche in den Partnerregionen und Vertiefung der kommunalen Zusammenarbeit.
Frühjahr 2025Vierte Reise: Hilfe für Schulen, Kliniken, Rettungskräfte und Menschen nahe der Front.
Herbst 2025Fünfte Reise – nach dem Bundestagsmandat: Zerstörung sehen, Beziehungen pflegen und weiter Verantwortung übernehmen.

Die wiederholten Besuche hatten einen besonderen Wert: Beate traf Menschen erneut, konnte Entwicklungen nachvollziehen und sah, wo Hilfe wirkte und wo neue Bedarfe entstanden. Es ging um Schulbusse und sichere Lernorte, medizinische Ausrüstung, Feuerwehr- und Kommunalfahrzeuge, Energieversorgung, zerstörte Infrastruktur und die Unterstützung von Menschen in Frontnähe.

Beate Müller-Gemmeke mit einer Delegation vor einem Einsatzfahrzeug
Delegationsbesuch bei Einsatzkräften und kommunalen Partnern.
Beate Müller-Gemmeke an einem zerstörten Gebäude
Die Folgen des Krieges waren auf den Reisen unmittelbar sichtbar.
Delegation vor einer medizinischen Notaufnahme
Besuch einer medizinischen Einrichtung und Austausch über konkrete Bedarfe.
Beate Müller-Gemmeke mit einem ukrainischen Rettungskräftevertreter
Persönlicher Austausch mit ukrainischen Rettungskräften.

Menschen und Beziehungen hinter der Hilfe

Die Delegationen besuchten nicht nur Einrichtungen. Entscheidend waren die Menschen, die Verantwortung übernahmen: Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeitende, Ärztinnen und Ärzte, Feuerwehrleute, Lehrkräfte, Ehrenamtliche und lokale Partnerorganisationen. Aus regelmäßigen Gesprächen entstanden belastbare Beziehungen, ohne die zielgerichtete Hilfe nicht möglich wäre.

Beate Müller-Gemmeke mit ukrainischen Partnerinnen
Begegnungen mit den Menschen vor Ort standen im Mittelpunkt.
Beate Müller-Gemmeke mit einem ukrainischen Partner
Persönliche Kontakte machten aus einzelnen Übergaben eine dauerhafte Zusammenarbeit.
ERMSTALHILFT-Delegation mit ukrainischen Partnern vor Flaggen
Gesprächspartner aus Verwaltung, Hilfsorganisationen und ERMSTALHILFT.
Delegation bei einem traditionellen Empfang
Gastfreundschaft und Begegnung als Grundlage der Partnerschaft.

Das Memorandum in Mykolajiw: aus Zusammenarbeit wird Partnerschaft

Beate Müller-Gemmeke mit Beteiligten und den Dokumenten des Memorandums in Mykolajiw
Das Memorandum in Mykolajiw hält die gemeinsame Arbeit verbindlich fest.

Ein besonderer Meilenstein war das Memorandum in Mykolajiw. Darin wurde die bereits gewachsene Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Mykolajiw, der ukrainischen gemeinnützigen Stiftung Stribog und ERMSTALHILFT festgehalten. Die Vereinbarung steht für verlässliche Ansprechpartner, abgestimmte Projekte, transparente Wege der Hilfe und eine langfristige Zusammenarbeit, die über einzelne Transporte hinausreicht.

Beate Müller-Gemmeke übernahm die Schirmherrschaft für diese Partnerschaft. Sie verbindet Menschen und Institutionen beider Regionen, gibt der Zusammenarbeit öffentliche Aufmerksamkeit und bleibt persönliche Ansprechpartnerin. Diese Schirmherrschaft führt sie auch nach dem Ende ihres Bundestagsmandats weiter.

Das Memorandum macht aus bewährter Hilfe ein dauerhaftes Versprechen: gemeinsam Bedarfe feststellen, Projekte verlässlich umsetzen und Verantwortung über Grenzen hinweg teilen.

Zarina Zabrisky und Cherson – ein wiederkehrendes Zeugnis

Zu den Begegnungen, die Beate Müller-Gemmeke besonders wichtig waren, gehörten die Treffen mit der US-amerikanischen Journalistin, Autorin und Filmemacherin Zarina Zabrisky. Sie lebt und arbeitet in Cherson. Beate schreibt, dass die ERMSTALHILFT-Gruppe Zarina auf ihren Ukraine-Reisen jedes Mal treffe. Dadurch entstand kein flüchtiger Kontakt, sondern ein fortlaufender Austausch über den Alltag in einer der gefährlichsten Städte des Landes.

Zarina berichtet nicht aus sicherer Entfernung. Für ihren Dokumentarfilm „Kherson: Human Safari“ arbeitete sie mit Originalaufnahmen und Interviews. Der Film zeigt, wie Zivilistinnen und Zivilisten von Drohnen verfolgt und angegriffen werden. Er erzählt von Angst und Verlust, aber ebenso von Widerstand, Würde, Zusammenhalt und dem beharrlichen Wunsch nach einem normalen Leben.

Die Gespräche mit Zarina gaben Beate Müller-Gemmeke und der Delegation einen unmittelbaren Zugang zu Cherson. Im Dezember 2025 führte diese Verbindung zurück ins Ermstal: Der Film wurde im Luna Filmtheater Metzingen und im Forum 22 in Bad Urach gezeigt. Mitglieder von ERMSTALHILFT waren bei den Vorführungen und den anschließenden Gesprächen dabei.

Mit und ohne Mandat: die Verantwortung bleibt

Nach 16 Jahren im Deutschen Bundestag endete Beate Müller-Gemmekes Mandat 2025. Ihre Verbindung zu ERMSTALHILFT und den ukrainischen Partnern endete damit nicht. Noch im selben Jahr nahm sie an ihrer fünften Ukraine-Reise mit ERMSTALHILFT teil, unterstützte Veranstaltungen und blieb Schirmherrin. Damit steht ihre Begleitung für etwas, das über politische Funktionen hinausgeht: Solidarität wird glaubwürdig, wenn sie dauerhaft und persönlich gelebt wird.

Beate Müller-Gemmeke mit einer Delegation und ukrainischen Partnern
Auch später blieb Beate Teil der Delegationen und Partnergespräche.
Beate Müller-Gemmeke mit Gepäck auf einer Straße in der Ukraine
Weiter unterwegs: Das Engagement endete nicht mit dem Bundestagsmandat.